Verkehrstote: Dekra mahnt: Verkehrssicherheit im Osten weiter ausbaufähig

Die Verkehrssicherheit in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bleibt laut der Prüforganisation Dekra verbesserungswürdig. Was die größten Herausforderungen sind und welche Maßnahmen helfen sollen.

Trotz der bisherigen Anstrengungen bei der Sicherheit ist die Zahl der Verkehrstoten nach Angaben der Dekra in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch immer sehr hoch. „In Sachen Verkehrssicherheit gibt es im Osten Deutschlands noch viel zu tun“, betonte Dekra Gebietsleiter Ost, Mario Schwarz. Die drei Bundesländer seien mit Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern noch immer die Schlusslichter bei der Zahl der Verkehrstoten je eine Million Einwohner.

Dabei ging nach Angaben der Prüforganisation die absolute Zahl der Verkehrstoten in Sachsen deutlich von 187 im Jahr 2023 auf 144 im vergangenen Jahr zurück. In Sachsen-Anhalt gab es demnach einen Rückgang von 130 auf 111 und in Thüringen von 97 auf 96. Dies sei zwar erfreulich, mit Blick auf den Vergleich der Bundesländer werde die Freude aber getrübt, hieß es.

Präventive Maßnahmen und konsequente Ahndung von Verstößen

Um Unfälle zu vermeiden oder ihre Folgen zu mindern, komme es auf das Zusammenspiel präventiver Maßnahmen in den Bereichen Technik, Organisation und Infrastruktur an, betonte Schwarz. Politik und Verbände müssten mehr denn je an einem Strang ziehen, um jederzeit eine sichere Mobilität für alle zu gewährleisten.

Wichtig sei eine konsequente Kontrolle und Ahndung besonders gefährlicher Verhaltensweisen wie Alkohol und Drogen am Steuer, überhöhtes Tempo oder Ablenkung durch das Smartphone. Zudem sollte die Verkehrserziehung so früh wie möglich beginnen – aber auch bis ins hohe Alter reichen.