Früherer Freiburg-Profi: „Angespannt wie früher“: Nils Petersen kickt in Kreisliga

Das Debüt des früheren Bundesliga-Stars beschert den Sportfreunden Oberried eine große Kulisse. Petersen bleibt auf ungewohntem Terrain zwar ohne Tor, hat aber reichlich Spaß.

Bei Grillwurst-Geruch und beobachtet von mehr als 600 Zuschauern ist der frühere Fußball-Nationalspieler Nils Petersen in sein Kreisliga-Abenteuer gestartet. Der Rekordtorschütze des SC Freiburg spielt in dieser Saison für die zweite Mannschaft der Sportfreunde Oberried. Vom Hype, den sein Debüt gegen die Reserve des FC Freiburg St.-Georgen ausgelöst hat, zeigte sich der langjährige Bundesliga-Profi selbst überrascht. Eine „schöne Atmosphäre“ sei das gewesen, sagte er nach der Partie in der Kreisliga B.

„Böse Anrufe“ von der Konkurrenz

Petersen blieb bei dem 2:2 zwar ohne eigenen Torerfolg, bereitete aber einen Treffer vor und holte zudem einen Elfmeter heraus. Natürlich sei es sein Anspruch, selbst Tore zu schießen, sagte der Stürmer. Dennoch wirkte der 36-Jährige zufrieden. Seine aktive Profikarriere hatte er im Frühling 2023 beendet.

„Ich bin heute früh aufgestanden und war angespannt wie früher“, verriet der Olympia-Silbermedaillengewinner von 2016. Der frühe Treffpunkt um 11.15 Uhr bringe den Vorteil mit sich, dass man auch nach dem Spiel noch etwas vom Tag habe und beispielsweise selbst noch Fußball schauen könne, meinte Petersen.

Sein Engagement für Oberried kam über einen Mitspieler zustande. Von anderen kleinen Clubs aus der Region habe es „böse Anrufe“ gegeben, sagte Petersen und fügte scherzhaft hinzu: „Das kriegen sie dann zu spüren.“

Petersen will kein „Halligalli“ machen

Petersen selbst hatte sich vor seinem Kreisliga-Abenteuer in den vergangenen Tagen viele Fragen gestellt, wie er in einem Podcast verriet. Ob die Trainingsklamotten eine bestimmte Farbe haben müssten zum Beispiel, oder ob die Kollegen vor oder nach dem Training um 19.00 Uhr zu Abend essen würden.

Letztlich hätten ihm die neuen Mitspieler, von denen es natürlich auch „den einen oder anderen Spruch“ gegeben habe, den Start leichtgemacht. Er wolle kein „Halligalli“ machen, sondern regelmäßig spielen, kündigte Petersen an.