Tunnel gesperrt, Fahrzeuge im Schritttempo: Die frisch eröffnete Stadtautobahn beschert Autofahrern Geduldsproben statt die erhoffte freie Fahrt. Was steckt dahinter?
Die neue Verlängerung der Berliner Stadtautobahn A100 vom Dreieck Neukölln nach Treptow scheint sich wie von Kritikern erwartet zur Staufalle zu entwickeln. Am Samstagnachmittag bildete sich auf der dreispurigen Strecke ein langer Stau Richtung Treptow, wo die Autobahn an einer Ampel endet. Es ging nur langsam voran. Autofahrer berichteten, dass sie für die rund drei Kilometer lange Strecke 20 Minuten brauchten. Die Verlängerung der Berliner Stadtautobahn ist seit Mittwoch in Betrieb.
Auch am Freitagnachmittag ging auf der Autobahn in derselben Richtung zeitweise nichts mehr. Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale wurde wegen Staus ein Tunnel in Richtung Treptow zeitweise gesperrt, weil es in Tunneln zu keinem Verkehrsstillstand kommen dürfe.
Am Samstag wurde laut Polizei kein Tunnel gesperrt, es habe aber ein hohes Verkehrsaufkommen und ein defektes Fahrzeug auf der Standspur gegeben.
Am Ende des jüngst eröffneten 16. Bauabschnitts der Autobahn ist die Verkehrslage vor allem deshalb problematisch, weil Autofahrer in Richtung Friedrichshain auf der nahe gelegenen Elsenbrücke über die Spree fahren. Diese ist wegen des laufenden Brückenneubaus ein Nadelöhr mit nur einer Fahrspur je Richtung für Autos. Dort ist Stau also vorprogrammiert, der sich nun auch bis auf die Autobahn auswirkt.